• Aktivismus in der Raumplanung

Aktivismus in der Raumplanung

25.09.2017    

Der Bundesrat will das Raumplanungsgesetz einer erneuten Revision unterziehen (RPG2). Dies obwohl nicht nur der Kanton Graubünden noch mit der Umsetzung der letzten umfassenden Raumplanungsrevision (RPG1) vollauf beschäftigt ist.

Die Umsetzung der aktuellen Revision stellt eine grosse Herausforderung dar und ist noch lange nicht abgeschlossen. Die Kantone müssen ihre Richtpläne anpassen und dann ist es an den Regionen und Gemeinden, die Vorgaben aus der Richtplanung in ihren Strategien, Gesetzen und Nutzungsplänen umzusetzen. Diskussionsstoff bieten dabei die Redimensionierung der Bauzonen sowie die Einführung der Mehrwertabgabe, deren Ausgestaltung sich als problematisch erweist.

Bevor eine neuerliche Revision angestossen wird, sind die Auswirkung der Umsetzung der ersten Raumplanungsrevision abzuwarten. Ständige Revisionen in der Raumplanung schaden der Rechtssicherheit und der Qualität.

Im Raum steht zurzeit auch die so genannte «Zersiedlungsinitiative». Diese verlangt eine nach innen gerichtete Siedlungsentwicklung sowie einen vollständigen Einzonungsstopp. Dieser würde jedoch die Entwicklung unseres Kanton stark einschränken und ist deshalb abzulehnen.

Reto Nick, Geschäftsführer HEV Graubünden